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Häufige Fragen und Antworten

Hier finden Sie Antworten auf 9 wichtige Fragen zum Smart Meter-Rollout in Wolfenbüttel:

1. Was ist ein Smart Meter?

Mit Smart Meter bezeichnet man neue digitale Stromzähler. Genau genommen unterscheidet man zwischen einer modernen Messeinrichtung (mME), das ist ein digitaler Zähler, und einem intelligenten Messsystem (iMS), das ist ein digitaler Zähler mit einer zertifizierten Kommunikationseinheit.

2. Was ist ein Rollout?

Rollout – englisch "ausrollen" – heißt so viel wie groß angelegte Einführung und bedeutet, dass nach und nach jeder deutsche Haushalt einen Smart Meter bekommen soll. 2032 soll es dann in Deutschland nur noch Smart Meter geben.

3. Wozu werden Smart Meter gebraucht?

Sie sind wesentlich für den nächsten Schritt in die Digitalisierung des Stromnetzes und damit ein wichtiger Baustein der Energiewende in Deutschland. Rund 35 Prozent des Stromverbrauches werden bereits in Anlagen erzeugt, die regenerative Ressourcen nutzen. Damit wird die Erzeugung zunehmend dezentral und witterungsabhängig. Um Angebot und Nachfrage an Strom in Einklang zu bringen, braucht es eine feinere Abstimmung. Moderne digitale Messeinrichtungen, die innovativen Kommunikationslösungen und Steuereinheiten werden dazu beitragen.

4. Wer bekommt einen Smart Meter?

Bis 2032 werden alle Stromabnehmer in Wolfenbüttel einen Smart Meter erhalten. Die Einführung erfolgt Schritt für Schritt. Nach Möglichkeit tauschen die Stadtwerke Wolfenbüttel die Messeinrichtungen im Zuge des ganz normalen Wechselturnus aus. Dieser beträgt, je nach vorhandenem Stromzähler zwischen 8 und 16 Jahren. Eine moderne Messeinrichtung erhalten alle Kunden. Verbraucher, die mehr als 6.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr beziehen, erhalten zusätzlich ein Smart Meter-Gateway für die Datenübertragung. Dieses erweitert die moderne Messeinrichtung zu einem intelligenten Messsystem.

5. Wer ist für den Einbau von modernen Messeinrichtungen und intelligenten Messsystemen zuständig?

Die Stadtwerke Wolfenbüttel sind als grundständiger Messstellenbetreiber bei der Bundesnetzagentur registriert. Damit übernehmen sie die Verantwortung für den Einbau, den Betrieb und die Wartung der Messtechnik. Ein Verbraucher kann auch einen wettbewerblichen Messstellenbetreiber mit dem Messstellenbetrieb beauftragen. Ansonsten übernehmen die Stadtwerke Wolfenbüttel den Messstellenbetrieb automatisch. 

6. Was passiert mit den erfassten Daten? Sind diese sicher?

Ja, darauf legt der Gesetzgeber großen Wert. Bei modernen Messeinrichtungen verbleiben die Daten an der jeweiligen Verbrauchsstelle. Sie als Kunde können die Daten jederzeit einsehen. Einmal im Jahr werden die Daten vor Ort abgelesen.

Intelligente Messsysteme übermitteln die Verbrauchsdaten automatisch über eine spezielle Kommunikationseinheit, das Smart Meter-Gateway. Für Smart-Meter-Gateways gelten strenge Datenschutzbestimmungen, die noch strikter gefasst sind als die Bestimmungen für das Online-Banking.

7. Wie funktioniert der Einbau praktisch?

Die Stadtwerke Wolfenbüttel informieren die jeweiligen Kunden mindestens drei Monate vor dem Zählertausch schriftlich. Der genaue Zählerwechseltermin wird rechtzeitig 14 Tage vor dem Umbau mitgeteilt. Der Einbau ist verpflichtend für alle Stromabnehmer und –einspeiser. Der Einbau erfolgt hierbei nur in ordnungsgemäße, den Regelwerken des VDE entsprechende Zählerplätze des Grundstückseigentümers. 

8. Wer trägt die Kosten für die digitalen Stromzähler?

Für die Zähler sind seitens des Gesetzgebers Preisobergrenzen festgelegt worden, die der Kunde maximal von seinem grundzuständigen Messstellenbetreiber in Rechnung gestellt bekommen darf. Die Kosten für den Zähler, den Einbau, Betrieb und die Ablesung sowie Datenverarbeitung stellt dieser also dem Verbraucher in Rechnung. Bisher war das Messentgelt Teil der Netzentgelte und auf der Rechnung des jeweiligen Stromlieferanten enthalten. Sofern der Kunde von den Stadtwerken Wolfenbüttel mit Strom beliefert wird, wird dieses Entgelt auch weiterhin auf der Stromrechnung enthalten sein. Künftig sogar als eigenständiger Posten, das sorgt für Transparenz. Es gibt jedoch einige Stromlieferanten, die eine Berechnung der Messentgelte verweigern. In diesen Fällen erhält der Kunde zukünftig eine separate Rechnung von den Stadtwerken Wolfenbüttel als grundzuständiger Messstellenbetreiber. Ob der Stromlieferant die Berechnung der Messstellenbetriebsentgelte übernimmt, ist beim jeweiligen Lieferanten zu erfragen. Muss der Zählerplatz für den Einbau der digitalen Messeinrichtung um- oder sogar neu eingebaut werden, trägt der Haus- oder Wohnungseigentümer die Kosten.

9. Wem nutzt die Digitalisierung der Stromversorgung?

Die Digitalisierung dient allen Verbrauchern. Denn sie macht erneuerbare Energien besser nutzbar, was wichtig für das Gelingen der Energiewende ist. Der eigene Stromverbrauch wird transparenter, was Anreiz zum Sparen geben kann. Letztlich sichert Deutschland mit der Digitalisierung die Versorgungssicherheit für zukünftige Generationen ab.

Sie ist gleichzeitig ein großes europäisches Vorhaben. In Deutschland ist sie zudem ein elementarer Baustein der Energiewende. Damit das Potenzial an erneuerbar erzeugtem Strom in Deutschland auch bestmöglich genutzt werden kann, brauchen die Energienetze aktuelle Informationen über die Erzeugungs- sowie die Verbrauchssituation. Die Erfassung dieser Informationen übernehmen auf Seiten der Verbraucher schrittweise moderne Messeinrichtungen und intelligente Messsysteme.

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