Pressemitteilung

Pressemitteilung | 18.12.2025

Immer mehr Energie kommt aus der Region
 

Stadtwerke Wolfenbüttel ziehen positive Bilanz für 2025 – Ökostrom aus Niedersach-sen stärkt Wertschöpfung vor Ort – Investition in Netzausbau und Digitalisierung

WOLFENBÜTTEL. Die Stadtwerke Wolfenbüttel haben im Jahr 2025 wichtige Schritte hin zu einer sicheren und klimafreundlichen regionalen Energieversorgung getan. Seit Januar liefert der Versorger zu 100 Prozent Ökostrom aus Niedersachsen. „Das hat drei große Vorteile: Strom aus erneuerbaren Quellen senkt die CO2 Emissionen und stärkt so den Klimaschutz. Außerdem bleiben Wertschöpfung und Geld in der Region, und wir machen uns unabhängi-ger vom Import fossiler Energieträger und von kritischen Lieferketten“, betont Vera Steiner, kaufmännische Geschäftsführerin und Sprecherin der Stadtwerke Wolfenbüttel. Damit der regionale Strom weiterhin zuverlässig und effizient zu Haushalten und Unternehmen kommt, haben die Stadtwerke ihre Netze und digitalen Systeme gezielt verstärkt. So können die wachsenden Lasten im Netz durch Wärmepumpen, Elektromobilität und dezentrale Erzeu-gung sicher bedient werden. „Unsere Netze müssen heute deutlich mehr leisten als früher. Damit wir auch in Zukunft eine stabile Versorgung gewährleisten können, investieren wir konsequent und vorausschauend in ihre Modernisierung“, erklärt Ingo Schultz, technischer Geschäftsführer der Stadtwerke Wolfenbüttel.

100 Prozent Ökostrom aus der Region

Der Ökostrom der Stadtwerke stammt vollständig aus niedersächsischen Anlagen, etwa aus Wasserkraftwerken an der Weser und aus mehreren Windparks an Land. Er ist TÜV-zertifi-ziert und trägt das KlimaInvest-Siegel. CO₂-Emissionen, die beim Bau oder Betrieb der Anla-gen entstehen, kompensiert der Versorger über zertifizierte Klimaschutzprojekte. „Die Her-kunft unseres Stroms ist für die Menschen nachvollziehbar. Dass wir ihn vollständig aus Nie-dersachsen beziehen, macht Klimaschutz vor Ort sichtbar und unsere Energieversorgung unabhängiger von weltpolitischen Krisen“, sagt Vera Steiner.

Starke Netze für die zuverlässige und effiziente Versorgung

2025 haben die Stadtwerke ihr Stromnetz an mehreren Stellen im Stadtgebiet gezielt ausge-baut. Neue Trafostationen, verstärkte Leitungen und die Erneuerung bestehender Infrastruk-tur schaffen zusätzliche Kapazitäten für steigende Lasten. Damit wird das Netz auch wider-standsfähiger bei Lastspitzen. Die entstehen zum Beispiel auch durch die Einspeisung von Strom aus PV-Anlagen in der Region, deren Zahl 2025 weiter zunahm. „Mit jedem ausge-bauten Leitungsabschnitt und jeder neuen Trafostation erhöhen wir die Stabilität unseres Stromnetzes und schaffen Reserven für die kommenden Jahre“, sagt Ingo Schultz.

Sonnenstrom für Kläranlage und Trinkwasserspeicher

Auch die Stadtwerke selbst produzieren immer mehr Strom vor Ort: Auf dem Gelände der Kläranlage entsteht eine große Photovoltaikanlage, die Anfang 2026 in Betrieb gehen soll. Die drei Freiflächenfelder werden bis zu 40 Prozent des Strombedarfs der Kläranlage decken und so den energieintensiven Klärprozess nachhaltiger und umweltfreundlicher gestalten. Außerdem setzen die Stadtwerke bei der Trinkwasserversorgung auf erneuerbare Energien: Nach der Sanierung des Speichers Drohnenberg Süd wurde auf dem Dach eine PV-Anlage installiert, wie im Vorjahr bereits beim nördlichen Behälter. Beide Speicher können damit ei-nen Teil ihres Strombedarfs selbst erzeugen und damit energieeffizienter betrieben werden.

Vorfahrt für Daten und Busse

Zur Stärkung der regionalen digitalen Infrastruktur hat 2025 ein weiteres Projekt der Stadt-werke Wolfenbüttel beigetragen: die Modernisierung des Rechenzentrums. Dies verfügt nun über höhere Leistungsreserven, zusätzliche Sicherheitsmechanismen sowie eine optimierte Energieeffizienz und unterstützt digital gesteuerte Netzprozesse in der Region. Der Nutzen vernetzter Systeme zeigt sich im Verkehr: Gemeinsam mit der Stadt Wolfenbüttel haben die Stadtwerke 2025 drei Ampelanlagen so ausgerüstet, dass Busse per Funk bei der Ampel-schaltung bevorrechtigt werden und schneller eine Grünphase bekommen. Die neue Technik reduziert Wartezeiten, verbessert die Pünktlichkeit und erleichtert perspektivisch die Einbin-dung weiterer Mobilitätsangebote.

Ausbildung: Nachwuchs für technische und kaufmännische Berufe

Zur verantwortlichen Energieversorgung in der Region gehören für den kommunalen Versor-ger auch die Arbeitsplätze der Zukunft. Deshalb haben die Stadtwerke im vergangenen Jahr ihr Ausbildungsangebot erweitert. Derzeit absolvieren vier junge Menschen eine Ausbildung im technischen Bereich, drei im kaufmännischen Bereich sowie eine Studierende im Praxis-verbund des Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen Energie/Umwelt. Damit stärkt der Versorger seine Fachkräftebasis und schafft frühzeitig Perspektiven für Berufe, die für den Betrieb der Energie- und Wassernetze unverzichtbar sind.

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Kerstin Hecker

Kerstin Hecker

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