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Förderung allgemein

Veräußerungsformen des EEG im Überblick

Das EEG sieht folgende Veräußerungsformen vor:

1. Direktvermarktung mit Marktprämie (§§ 19 Abs. 1 Nr. 1 i. V. m.  20 EEG)

2. Einspeisevergütung, ggfs. in Form der Ausfallvergütung (§§ 19 Abs. 1 Nr. 2 i. V. m. § 21 Abs. 1 und 2 EEG)

3. Mieterstromzuschlag (§ 19 Abs. 1 Nr. 3 i. V. m. § 21 Abs. 3 EEG)

4. Sonstige Direktvermarktung (§§ 21a EEG)

Für EEG-Anlagen, die ab dem 01.01.2017 in Betrieb genommen wurden und deren installierte Leistung über 100 kW liegt, ist die Direktvermarktung verpflichtend. Eine Einspeisevergütung kann dann nur in Form der sog. Ausfallvergütung nach § 21 Abs. 1 Nr. 2 EEG in Anspruch genommen werden. Für Betreiber von EEG-Anlagen mit einer installierten Leistung unterhalb der 100 kW besteht auch die Möglichkeit der Förderung über die Einspeisevergütung.

Eine Übersicht über die Fördersätze von Solar-, Windenergieanlagen an Land und Biomasseanlagen erhalten Sie auf der Seite der Bundesnetzagentur.

Die Förderung nach dem EEG ist u.a. an die Voraussetzung geknüpft, dass ausschließlich erneuerbare Energien oder Grubengas eingesetzt werden. Eine „Mischfeuerung“ lässt das EEG nicht zu.

Förderung von Strom aus KWK-Anlagen

KWK-Anlagenbetreiber können eine gesetzlich festgelegte Förderung in Form des KWK-Zuschlages erhalten. Diese Förderung betrifft vornehmlich in das Netz für die allgemeine Versorgung eingespeiste Strommengen, in bestimmten, im KWKG geregelten Ausnahmefällen aber auch selbst verbrauchte Strommengen oder solche in einer Kundenanlage oder einem geschlossenen Verteilernetz.

Die Höhe der Förderung bestimmt sich in Abhängigkeit von der Leistung und dem Zeitpunkt der Inbetriebnahme. Vom Zeitpunkt der Inbetriebnahme ist auch abhängig, welche Fassung des KWKG gilt. Weitere Einzelheiten zur KWK-Förderung, einschließlich der anwendbaren Fassungen des KWKG erhalten Sie auf der Seite des BAFA.

Eine Doppelförderung nach dem EEG und dem KWKG ist ausgeschlossen, vgl. § 1 Abs. 3 KWKG.

Ausschreibungspflicht

Wind-, Solar- und Biomasseanlagen ab einer bestimmten installierten Leistung, die ab dem 01.01.2017 in Betrieb genommen wurden, unterliegen einer Pflicht zur Teilnahme an Ausschreibungen nach dem EEG. Auch für KWK-Anlagen, die ab dem 01.01.2017 in Betrieb genommen wurden und über eine installierte Leistung zwischen 1 und 50 MW verfügen sowie für innovative KWK-Systeme ist die Inanspruchnahme des KWK-Zuschlages von der Teilnahme an einer Ausschreibung abhängig.

Weitere Informationen hierzu finden Sie auf der Seite der Bundesnetzagentur.

Gesetzliche Grundlagen

Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)

Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz (KWKG)

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