Menü

EEG-Umlage und Eigenversorgung

Wird Strom selbst erzeugt und (personenidentisch) zur Eigenversorgung genutzt, sind die Netzbetreiber gemäß § 61 Abs. 1 EEG grundsätzlich berechtigt und verpflichtet, die EEG-Umlage zu verlangen.

Eine Eigenversorgung ist der Verbrauch von Strom, den eine natürliche oder juristische Person im unmittelbaren räumlichen Zusammenhang mit der Stromerzeugungsanlage selbst verbraucht, wenn der Strom nicht durch ein Netz für die allgemeine Versorgung durchgeleitet wird und diese Person die Stromerzeugungsanlage selbst betreibt. Ausnahmen von der Pflicht zur Zahlung der vollen EEG-Umlage sind in den §§ 61a ff. EEG geregelt. So entfällt die Pflicht zur EEG-Umlagezahlung u.a. dann, wenn der Strom in einer Anlage mit einer installierten Leistung von höchstens 10 kW erzeugt wird und für höchstens 10 MWh/a Strom.

Für Strom aus anderen EEG-Anlagen verringert sich die EEG-Umlage auf 40 %, vgl. § 61b EEG. Unter bestimmten weiteren Voraussetzungen gilt Vergleichbares für Strom aus hocheffizienten KWK-Anlagen, der zur Eigenversorgung genutzt wird, vgl. § 61c EEG.

Die Übertragungsnetzbetreiber sind für die Erhebung der EEG-Umlage zuständig, wenn Strom nur anteilig selbst verbraucht und im Übrigen an (personenverschiedene) Letztverbraucher geliefert wird (61i Abs. 1 Nr. 3 EEG).

Bitte beachten Sie, dass Anlagenbetreiber im Falle der Zuständigkeit des Netzbetreibers bis zum 28.02. eines jeden Jahres alle Angaben zur Verfügung stellen müssen, die für die Endabrechnung der EEG-Umlage nach § 61 EEG für das vorangegangene Kalenderjahr erforderlich sind. Dies umfasst insbesondere die Angabe der umlagepflichtigen Strommengen, wobei, soweit eine Bilanzierung der Strommengen erfolgt, die Strommengen bilanzkreisscharf mitgeteilt werden müssen, vgl. § 74a EEG. 

Gesetzliche Grundlagen

Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)

Erneuerbare-Energien-Verordnung (EEV)

Seite drucken